Glücksbringerin: Interview mit Valérie Messika
Diamanten waren bislang Ihr Markenzeichen, woher kommt die neue Lust auf Farbe?
Alles begann mit der Gestaltung der „Lucky Move“-Stücke. Ich stellte mir das Design wie einen Glücksbringer vor, die Botschaft dahinter hat in mir den Wunsch geweckt, diesmal mit Farbsteinen zu arbeiten. Meine Idee war es, Ziersteine anstelle von flächigen Goldschattierungen auszutauschen. Ich ersetze also nicht Diamanten, sondern das Gold.
Besonders im Hinblick auf Ihre beruflichen Anfänge im Diamantenhandel: War die künstliche Herstellung von Diamanten im Labor etwas, das diese Entscheidung beeinflusst hat?
Ganz und gar nicht. Diamanten sind weiterhin meine Leidenschaft. Sie sind Teil meiner DNA und meines Erbes. Die farbigen Steine sind ein Ornament – nicht der vorherrschende Stein meiner Entwürfe. Bis heute ist der Begriff des synthetischen Diamanten in den Augen der breiten Öffentlichkeit noch nicht klar definiert. Wie bei jedem neuen Thema, das gerade polarisiert, gibt es viele Fürsprecher, aber auch Gegenargumente.
Welches der neun Designs ist Ihr persönlicher Favorit?
Seit ich „Lucky Move Color“ geschaffen habe, kann ich nicht aufhören, die türkise Kette zu tragen. Die Farbe ist lebhaft, intensiv und schön – und abseits der Tatsache, dass ich diesen Farbton liebe, repräsentiert das Modell die Idee einer freien Frau. Wie gesagt: Jedes Design ist einem Mantra zugeordnet, in diesem Fall ist es #befree, und wenn ich das Medaillon auf meiner Haut spüre, weckt das in mir ein Gefühl von Freiheit und Stärke.
Andere Modelle haben Mantras wie #bestrong (Onyx) oder #bepassionate (Karneol) – sind Sie eine spirituelle Person?
In gewisser Weise bin ich das.
In diesem Sinne: Haben Sie einen schönen Talisman, der Sie begleitet – zum Beispiel von Ihrem Vater, dem Diamantenhändler André Messika?
Mein liebster Gegenstand in meinem Büro ist meine Schmuck-Lupe, die mir mein Vater geschenkt hat. Es war meine erste Einführung in die Welt der Diamanten.
Fotos: Messika