BEAUTY EMBASSY – bienvenue à Vienne!
Nach bereits 8 Jahren an erfolgreicher Arbeit als Beauty Clinic leitet der Schönheitssalon im Herzen Wiens nun eine neue Ära ein: am 16. März lud die neu-ernannte Beauty Embassy by Biologique Recherche ein. Gemeinsam wurde auf die Zukunft angestoßen.
Um 16 Uhr ging es bereits los und Gäste trafen ein, darunter Promis wie ESC-Sänger Caesar Sampson und Model Frederika Kurtulikova, die bereits seit Jahren zu den treusten Kooperationspartnern und Fans der renommierten und langjährig-erfolgreichen Marke Biologique Recherche zählen. Ebenso vor Ort waren Gründerin der Beauty Embassy, Nona Smelanski sowie auch der extra aus Paris angereiste Präsident von Biologique Recherche, Rupert Schmid.
Während man stets mit Getränken und Köstlichkeiten des „Schwarzen Kameels“ versorgt wurde, konnte man live bei den Beauty-Treatments in den Behandlungsräumen zusehen und sich ein Bild des vielfältigen und einzigartigen Behandlungsangebot machen. Weitere Teile des Programms waren die Präsentation von Dr. Lipp höchstpersönlich und eine Rede von Nona Smelanski und Rupert Schmid, welche die Verwandlung in die neue ernannte Beauty Embassy im Herzen des 1.
Bezirks nochmals endgültig publik machten. Als Abschluss-Highlight wurde eine vierstöckige außergewöhnlich-kunstvolle Torte der Cake-Designern Sophia Stolz aka „Stolzes“ serviert, die gemeinsam mit Nona Smelanski angeschnitten wurde.
L´Officiel Austria durfte bei dem einmaligen Event vor Ort sein und hatte die Möglichkeit mit Präsident Rupert Schmid über Anfänge, Erfolgsrezepte und Besonderheiten von Biologique Recherche zu sprechen – so erhalten wir einen kleinen Einblick hinter die Kulissen der renommierten High-End-Beauty-Marke:
Wenn wir ein wenig in der Zeit zurückspringen - können Sie uns etwas mehr über die Gründung von Biologique Recherche erzählen? Was war die erste inspirierte Vision hinter der Marke?
„Hierfür muss man etwa 50 Jahre zurückgehen, aber darf dabei nicht vergessen, dass die Beauty-Industrie vor 50 Jahren noch ganz anders aussah als heute. Die Gründer von Biologique Recherche, ein Biochemiker und ein Therapeut, beschlossen damals, dass sie Produkte zur Behandlung von Menschen brauchen und selbst herstellen möchten.
Am Anfang waren dies tatsächlich Körperprodukte, also noch gar nichts für das Gesicht. Sie haben angefangen Produkte für den Eigengebrauch zu entwickeln und eine sehr wichtige Sache war dabei, dass sie als Biochemiker und Physiotherapeuten nicht nur auf das Produkt, sondern speziell auf die Methodik achteten, welche die Anwendung und das Produkt miteinschließt.
Das war und ist eine der Besonderheiten der Herkunft von Biologique Recherche, die darin besteht, dass wir kein Produkt verkaufen. Was wir verkaufen und was wir anbieten, ist eine Methode. Damit muss man sich beschäftigen und sich wirklich um seine Haut kümmern.“
Biologique Recherche ist bekannt für seine High-End und ergebnisorientierten Hautpflege-Produkte. Wie kann man sich den Forschungs- und Entwicklungsprozess eines solchen Produkts vorstellen?
„Wir haben Prinzipien. Wenn wir ein Produkt entwickeln, suchen wir zuallererst nach einem beschriebenen Nutzen. Wir schauen keineswegs auf Marketingpositionierung, wir schauen auch nicht auf den Preis, was wiederum erklärt, dass ein sehr gängiges Produkt manchmal so teuer sein kann. Wir schauen im ersten Schritt auch nicht darauf, was wir in das Produkt einbauen. Wir zielen nur auf die Ergebnisse ab.
Bedenken Sie, dass Biologique Recherche 120 Produkte für das Gesicht anbietet, das sind circa dreimal so viel wie bei einer normalen Marke. Und warum? Weil wir hochgradig personalisierte Behandlungen anbieten wollen. Was wir verkaufen, ist vorrangig Zeit und Wissen. Uns ist es vor allem wichtig die richtigen Instrumente zur Personalisierung zu schaffen.
Wenn man malt, braucht man ebenso eine Auswahl an Farben, um zu malen und ein Bild zu gestalten. So ist es auch bei der Behandlung eines Gesichts oder Körpers.
Man braucht spezifische Produkte, um bestimmte Probleme zu behandeln. Aus diesem Grund hat unser Forschungsteam ein sehr präzises Ziel, was die Ergebnisse angeht, denn alle unsere Produkte werden nicht nur daraufhin getestet, wie sie aussehen und wie sich die Gäste damit fühlen, sondern auch auf der Grundlage wissenschaftlicher In-vivo- und In-vitro-Ergebnisse sowie der Auswirkungen auf die RNA, das Mikrobiom und so weiter.
Außerdem arbeiten wir im Anschluss mit Universitäten, Ärzten und Krankenhäusern zusammen, nicht nur in Frankreich, sondern auch in den USA und in Österreich - wir versuchen, immer auf dem neuesten Stand zu sein, herauszufinden was es Neues gibt und was in der Kosmetikwelt verwendet werden könnte. Sehr oft nehmen wir auch die Entdeckungen aus der medizinischen Forschung und wenden diese in der Beauty-Branche an.“
Sie setzen bei Biologique Recherche also auf den Ansatz der Personalisierung – was genau macht personalisierte Skincare so effektiv?
„Die Sache ist, dass jeder Mensch einzigartig ist, sowie auch seine Haut. Jede Stelle des Körpers ist einzigartig und muss auch dementsprechend unterschiedlich behandelt werden. Als Beispiel: Wenn Sie auf den Malediven im Urlaub sind oder wenn es -25 Grad hat, dann hoffe ich sehr, dass Sie nicht das gleiche Produkt verwenden.
Ihre Haut braucht etwas anderes, angepasst an die unterschiedlichen Lebensumstände. Wichtig ist auch sich mit der Zeit zu verändern, weil sich nun mal auch die Haut verändert. Wenn man also seit 20 Jahren immer das gleiche Produkt benutzt, so wie meine Mutter, dann kann ich ihr klar sagen, dass sie damit aufhören kann. Es ist nämlich mittlerweile wichtiger für ihren Kopf als für ihre Haut geworden.“
Sehen Sie Ihr Konzept der Personalisierung auch als das Geheimrezept, um in einer solchen großen und wettbewerbsfähigen Industrie wie Beauty bestehen zu können?
„Wissen Sie, vor ca. 15 Jahren, als wir das Unternehmen übernahmen, war die Personalisierung bereits im Unternehmen. Vor 15 Jahren schauten uns alle an, als wären wir verrückt. Wovon reden die eigentlich? Wenn Sie heute aber in Sephora gehen, verkauft jeder Personalisierung. Man muss sich heutzutage also die Frage stellen, was ist unechte und was ist wahre Personalisierung und wir sind der Meinung, dass es hier leider kein Unterscheidungsmerkmal im Marketing mehr gibt, in der Realität allerdings schon.
Hier im Beauty Embassy haben Sie zwei Labore, zwei Hautdiagnosen, die nur medizinische Sonden sind. Diese machen kein Foto und stellen dann eine Analyse darüber – es ist um einiges präziser als das. Die Herausforderung für Ihren Körper und Ihre Haut ist es, sich an die verschiedenen Situationen anzupassen, um den Tag, die Woche, die Monate zu überstehen. Das ist also echte Personalisierung, das ist der Grund, warum wir so viel trainieren. Wir trainieren viel, vor allem unsere Therapeuten oder Partner, weil da echtes Wissen dahintersteckt. Es geht nicht darum, eine schnelle 25-Minuten-Gesichtsbehandlung zu machen, welche angeblich ein wunderbares Zaubermittel ist, das Ihr Leben retten wird.
Daran glauben wir nicht. Wir glauben nicht an Träume und Marketing. Schönheit ist harte Arbeit. Und es ist eine Verpflichtung. Wenn man also engagiert ist -, wunderbar, dann wird man damit auch erfolgreich sein. Aber wenn man glaubt, dass ein Traum einen für den Rest des Lebens retten wird - dann viel Glück damit.“
Nicht zu vergessen sei natürlich das Thema Nachhaltigkeit, das in der Beautyindustrie an immer mehr Bedeutung erlangt: Welche Maßnahmen ergreift Biologique Recherche, um die Auswirkungen auf die Umwelt zu verringern und die Nachhaltigkeit im Allgemeinen zu fördern?
„Wir machen kein Greenwashing oder einfache Werbung. Schauen Sie sich unsere Verpackungen an, sie sind sehr einfach. Wir waren das erste Unternehmen, das alle unsere Behandlungen für Menschen mit Krebs angepasst hat. „Ach, kommen Sie. Das ist gefährlich.“, habe man uns gesagt. Es ist mit einer Haftung verbunden, nein zu sagen. Wir sind das erste Kosmetikunternehmen weltweit, das Mitglied des Global Compact ist.
Seit, ich glaube, fünf oder sechs Jahren erstatten wir unsere CO2-Emissionen über unsere Ziele und spenden Geld an eine NGO. Es ist eigenartig, weil die Reduzierung der schädlichen Auswirkungen Ihres Unternehmens wirklich tägliche Arbeit ist. Es ist Arbeit auf jeder Stufe der Wertschöpfungskette und wir arbeiten jeden Tag sehr viel an unserer Verpackung, um die Auswirkungen auf den Planeten zu reduzieren. Wir tun unser Bestes Tag für Tag. Ich hatte erst eine Diskussion mit unserem Kommunikationschef, weil wir diesen Bereich nicht wirklich teilen oder vermarkten. Aber wir tun jedenfalls eine Menge an Dingen und das ist meiner Meinung nach auch das einzig Wichtige.“
Etwas entfernter von der Marke aber näher zu Ihnen selbst: Haben Sie eventuell einen Ratschlag oder auch wichtigen Einblick für junge Menschen, die eine eine Karriere in der Beauty-Branche anstreben? Welche Qualitäten sind Ihrer Meinung nach notwendig, um in diesem Bereich erfolgreich zu sein?
„Zunächst einmal muss man heutzutage, um erfolgreich zu sein, eine vielseitige Ausbildung haben. Dabei geht es aber nicht nur um Beauty. Wenn man sich die Leute anschaut, die an den Schlüsselpositionen in der Branche sind, dann kommt nahezu niemand aus so einer Ausbildung. Es handelt sich um eine komplexe Branche, die Menschen haben Ausbildungen oder Erfahrungen im Marketing, in der Produktentwicklung, im Finanzwesen oder im kreativen Bereich.
Das ist für mich auch der Schlüssel. Die Mode-, die Beauty- oder Luxusbranche ist ein Ort, an dem man hart arbeiten und Glück haben muss. Wenn du nicht hart arbeitest, ist deine Chance gleich Null und wenn jemand sagt, dass er oder sie in der Luxusbranche nichts zu arbeiten hat, dann glaube ich das nicht für eine Sekunde. Gute Expertise und Wissen ist der Schlüssel zum Erfolg. Was im neurologischen Bereich für die Zukunft gebraucht wird, ist etwas, was aus Marketinganalysen kommen kann, aber auch aus neuen Erkenntnissen in der Forschung. Es ist wichtig vielfältiges Wissen zu haben, denn das macht einen in der Branche erst richtig interessant.“
Credits: www.beauty-embassy.at